Dienstag, 5. August 2025

Kleines Rechenbeispiel...

Ein kleines Rechenbeispiel nur zur Veranschaulichung, dass das was ich erzähle bezüglich Deutschland = Hungerlohnland nicht gelogen ist. Also sagen wir mal ich hätte z.B. 2012 3700 Brutto verdient als Entwickler. Was schon damals nicht gerade ein "Spitzengehalt" war, aber o.k. Dann müsste ich heute und das bei lediglich Inflationsausgleich (ca 2 Prozent pro Jahr) einen Betrag von 4786.34 verdienen. Nehmen wir da noch ein halbes Gehalt für Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld hinzu sind wir bei grob 60.000 Euro im Jahr. Ohne Scheiss schaut man sich Jobs bei Stepstone an im Bereich Webentwicklung ist man da schon bei den meisten Angeboten in dem obersten Viertel der Gehaltsspanne, bei vielen sogar drüber und das in der Spitzenverdienststadt München. Und das Beste ist. Da ist noch nicht ein einziger Cent für Erfahrung, Berufspraxis und absolvierte Weiterbildungen drin. Bei der Rechnung ist aber noch nicht mal drin was man noch draufschlagen müsste um bei den gestiegenen Sozialversicherungsbeiträgen inflationsbereinigt das Gleiche wie damals Netto zu haben. Und vor allem was man auch noch an Mehr an Steuern zahlt weil man ja nun nicht 45.000 sondern über 60.000 verdient. Also die kalte Progression. Da gabs zwar einige kleine Reförmchen mit paar Euro mehr im Jahr von der FDP. Aber das fängt doch niemals das mehr von 15 bis 17.000 Euro auf wofür man jetz zusätzlich Steuern zahlt. Und es ist der gleiche Betrag wie vor 13 Jahren nur an die Inflation angepasst. So und jetzt erzähl mir mal einer das ich mir das zusammenspinne.

Darum denke ich, dass Trump gar nicht so unrecht hat mit seinen Zöllen. Handwerklich halte ich es immer noch für Schwachsinn gleichzeitig der ganzen Welt denn Zollkrieg zu erklären weil man selber auch schwer leidet. Aber dass einige mit "unlauteren" Mitteln wie der Absenkung des gesamten Lohnniveaus in der eigenen Volkswirschaft sich Wettbewerbsvorteile erkaufen und dass das nicht politisch gewollt ist sondern einfach so vom Himmel fällt. Da muss man schon an den Weihnachtsmann glauben wenn man das einfach so als Zufall betrachten will. Ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern wo ein Fabrikarbeiter mit seinem Lohn eine schöne Wohnung mieten konnte, im Sommer und im Winter in den Urlaub in die Heimat fahren konnte. Sich einen Mittelklassewagen leisten konnte und dann auch noch ein Haus in der Türkei, Griechenalnd oder dem damaligen Jugoslawien gebaut hat. Heute ist es nicht selten, dass er mit einem ähnlichen Job zum Amt geht und aufstocken muss. Ich sehe darin wenig Unterschied ob China mit Steuermitteln direkt die wichtigen Industrien unterstützt oder ob die Politik unter dem Vorwand der Wirschaftskompetenz Hand in Hand mit Konzernen dafür sorgt dass der Faktor Arbeit dauerhaft bedeutend billiger wird und so die Produkte auf dem Weltmarkt günstiger angeboten werden können.

Und was die Schweiz angeht. Nun ja, die Oma sollte sich halt überlegen wo sie das Maul dermaßen aufreißt. Hat bekommen was sie verdient. Nicht überall ist man beim Kaffekränzen mit Mutti wo nix Konsequenzen hat und jemand da ist der alles mit Steuergeld zukleistert um des Friedens willen. Mutti-Time is over.

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