Samstag, 15. März 2025

Axt und Skalpell

Glauben und wissen sind oft zwei paar Stifel. Zölle sind ein Instrument wie jedes andere. Sie können sich dazu eignen Handelsdefizite zu verringern. Wenn man die jedoch in Form einer Axt oder einer Kettensäge einsetzt und sich selber damit am schlimmsten ins Bein schneidet liegt es nicht unbedingt an den Medien, dass es sehr weh tut und viele unzufrieden sind. Sondern daran, dass man verschiedene Sachen zusammenmixt, die Konsequenzen nicht zu Ende gedacht hat und dann sollte man sich seinen eigenen Ratschlag mal genauer ansehen.

Wenn an einem Tag mehr Geld an der Börse vernichtet wird als es theoretisch in zwei Jahren Einnahmen an Zöllen geben könnte selbst im Idealfall ist da wohl was falsch gelaufen. Und da wird man wohl sein Handeln korrigieren müssen, weil sonst glaubt halt kein Schwein mehr, dass "America first" umgesetzt wird. Wenn alle leere Taschen haben, unglaublich viel Geld verloren haben und sogar um die Jobs Angst haben wird es auch ganz schnell sogar um einen amerikanischen Präsidenten einsam. Da glaubt halt keiner irgenwann mehr dass Amerika wieder reich wird. Ja sehe ich, nur noch die Hälfte am Wert im Wallet und Depot.

Amerika ist groß und mächtig. Und trotzdem wird sich nicht das Wasser immer und überall teilen nur weil der Präsident Amerikas es befiehlt. Zu glauben dass immer alle in Ehrfurcht erstarren werden und sich alle Dinge von alleine fügen weil Amerikas Präsident es befohlen hat... gähn, das wird niemals passieren. Übrigens darum waren viele der früheren Präsidenten Amerikas so doof und haben die Bedeutung von Verbündeten erkannt. Oder halt wenn Sie Eier gebraucht haben.

Ob ich nun gegen Trump bin. Hach, in solchen Kategorien denke ich nicht. Er ist nun der amerikanische Präsident und wird machen was der amerikanische Präsident für richtig hält. Ich glaube aber auch, dass er von ziemlich vielen Speichelleckern umgeben ist, die zu allem Ja und Amen sagen. Aber wie jeder weiß, selbst wenn der Colonia Jesux in den Himmel oder in die Hölle kommt wird es selbst dort von ihm kein Ja und Amen geben außer er hat Lust drauf. Darum hier ein paar Tips. Handelskrieg ist auch nur eine Konfrontation. Darum immer ganz schlecht selbst für den Stärksten zur gleichen Zeit gegen "Alle" vorzugehen. Sagen wir mal so, ich gehe gegen 4 Parteien vor. Jeder hat einen Verlust von 100 was auch immer. Die Wahrscheinlichkeit dass jeder seinen "kleinen" Verlust schultern kann ist weitaus höher, als das ich über lange Zeit selber den großen Verlust schultern kann. 4*100 = 400. Zu dem können die 4 untereinander den Verlust teilweise kompensieren. Ich aber nicht. Ganz einfache Mathe. Muss man jetzt kein Wirtschaftsprofessor sein um auszurechnen wem es zuerst einmal ganz sicher am Meisten weh tun wird. Oder noch einfacher. Ich der superstarke prügle mich mit 4 Leuten gleichzeitig. Ich verpasse jedem ein blaues Auge. Ich muss aber mit zwei blauen Augen, einer blutenden Nase und zwei fehlenden Zähnen auskommen. Wer hat nun gewonnen?

Auch muss man jetzt keinen Nobelpreis haben um sich auszurechnen, dass wenn ein Investor plötzlich nur noch die Hälfte seines Vermögens hat, das wohl nix mehr wird mit großen Investitionen. Und wenn doch? Wer soll es denn kaufen wenn überall wo Geld da ist im Ausland Handelskonflikte herrschen? Darum Skalpell und nicht Kettensäge.

Aber wie gesagt, für die Details sind die Speichellecker zuständig, die dafür fürstlich bezahlt werden. Nicht ich.

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