Donnerstag, 21. November 2024

Teil 13

So also war man nun dabei die Cloud einzurichten. Und nachdem dieser Vogel von IT-Leiter über ein Jahr lang von dem Projekt nix gewußt hat, hat er sich direkt aufgeschwungen zum Ober-Oberprojektleiter und anstatt sich zu kümmern, dass seine Leute mal endlich die Cloud eingerichtet bekommen hat der sich eigentlich nur darum gekümmert wie lange unsere Docker-Container noch dauern und was wir in der Zwischenzeit machen. Zumal der Vogel ja schon zum Konzern gehört hat aber mal bei uns gar nix zu sagen hatte, da das eine eigenständige GmbH war. Und alsob man eine Cloudumgebung nicht einrichten kann ohne dass ein Docker-Container production ready zur Verfügung steht. Haha, dann fing der auch noch an rumzumosern, wer den die Anwendung legitimiert hätte wo man dann künftig nicht mehr die vierseitige WordPad-Anleitung braucht. Musste den dann erst mal einnorden und dem verklickern, dass ich das mit allen besprochen habe, die meine Vertragspartner sind und wenn er damit ein Problem hat soll er den Dienstweg gehen und sich bei der Geschäftsleitung beschweren und nicht nur so dumm rumpissen.

Dann war die Cloudeinrichtung soweit fertig aber nix ging. Die haben da übrigens so einen Most-Valueable-Person bezüglich Cloudsuperspezialist. Natürlich auch noch Netzwerkspezialisten und so einen Inder-Cloud-Operations-Teamleiter und was sonst noch alles. Absolut nix ging. Es wurden vier Anwendungen aufgesetzt und eine Datenbank und absolut nix ging. Dann haben die alles gecheckt und am Ende mussten es natürlich die Docker-Container sein. Boa ey was die alles unterstellt haben. Wir hätten da gefälligst in der Cloud entwickeln sollen, dann wäre es gar nicht dazu gekommen dass es bei uns läuft und in der Cloud nicht. Tja das geht ja auch wirklich sehr gut wenn die damit angefangen haben, nachdem die Container fertig waren. Aber natürlich, es kann ja nur an den Docker-Containern liegen. Was sonst. Wenn der eigene Mist nicht läuft muss man es auf den anderen schieben. Und damit haben die erst aufgehört nachdem wir denen bewiesen haben, dass es selbst auf einem Laptop in Docker für Windows läuft. Dann haben die erst mal ernsthaft angefangen bei sich nach dem Problem zu suchen.

Unsere Tests und deren Fehlersuche haben dann etwa 5 Wochen gedauert und es war schon die Rede davon das alles in die Tonne zu kloppen. Dann haben die bei Microsoft ein Ticket aufgemacht. Ey Leute, echt kein Scheiß. In ca. zwei Wochen hat Microsoft herausgefunden, dass die offenbar aus Kostengründen zu wenig Ressourcen gebucht haben. Also selbst bei Seitenaufrufen von zwei Leuten, mir und dem Typen mit der Überlastungsschutz, war das ganze System bei 95% Auslastung. Also waren wir etwa 7 Wochen dran herauszufinden, dass diese Honks einfach zu wenig Ressourcen gebucht bzw. zugewiesen haben. Himmelarsch, wie kann man so blöd sein? Wo haben die nach dem Fehler bzw. dem Problem gesucht? Unter dem Sofa?

Ich habe noch niemals mit so vielen völlig inkompetenten Leuten zusammengearbeitet. Den Laden kannste nur anzünden, zummenkehren und wegschmeißen. Da sind irgendwie 6 angebliche Top-It-Spezialisten mehrere Monate damit beschäftigt eine Cloud-Umgebung aufzusetzen und am Ende muss denen Microsoft sagen, dass die dem Ding einfach zu wenig Ressourcen zugewiesen haben? Das ist doch nicht normal oder? Übrigens bei denen die so viel Erfahrung in der Portierung von Anwendungen in die Cloud haben und die zwar die Docker-Container nicht machen wollen aber wenn was ist, Consulting. Die wissen ja das schon so viel darüber aus all den früheren Projekten.

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