Donnerstag, 17. Oktober 2024

Teil 3

Wie sich ziemlich schnell herausgestellt hat gab es gar kein "Digitalisierungsprogramm". Der einzige Grund dass die überhaupt irgenwas gemacht haben war, dass der Server vollgelaufen ist und die Angst hatten dass die Lizensierungssoftware aufhört zu arbeiten, die die auch nieAmals geupdated haben. Keine Einzige Komponente des Systems wurde jemals geupdatet seit die Software vor 13 oder 14 Jahren geschrieben wurde. Dazu gehörten:
  • Postgres Datenbank
  • jQuery Version 1
  • Lizensierungssoftware HASP/Sentinel
  • Qooxdoo Framework für das Frontend
  • Überhaupt ganzer Server für das Hosting der internen Applikationen
  • Server auf dem der Shop lief über das Internet erreichbar
Dieses Qooxdoo Framework in der Version 1 (jetzt ist 7.7 aktuell) benötigt Python2. Was seit 4 Jahren nicht einmal mehr mit Sicherheitsupdates vesorgt wird. Ist ausgelaufen. Trotzdem sehen die gar nicht ein sich da mal an eine Mordernisierung zu machen. Haben das so wie es ist in die Cloud geschmissen. Die werden damit wohl erst anfangen wenn offiziellen Docker-Container für Apache/PHP plötzlich nicht mehr verfügbar sind in der Version wo Python2 noch mit drin ist. Tatsächlich habe ich die etwa 300 Mal dahingehend beraten, dass das ein großes Projektrisiko ist. Nix, der Typ der dafür zustänidig ist spekuliert, dass er zuerst in Rente geht bevor das passiert und dann ist das nicht mehr sein Problem. Hahahahahahahah. Tatsächlich kam er 4 Tage vor Projektende an und fragte ob ich nicht versuchen könnte noch schnell das Frontend (qooxdoo 1) von zwei Applikationen mit der aktuellen Version zu ersetzen. Hahahahahaha. Stellt euch vor 4 Tage für Update von Angular 1 auf z.B. 10 für zwei Applikationen. Hahahahahaha. Die sind so weit von allein einem Grundverständnis für Softwareentwicklung enfternt wie Deutschland von Japan.

Mal vorweg genommen. Final haben die die Lizensierungssoftware in der Cloud verwendet die Sentinel angeboten hat. Als der Typ das getestet hat und die CLOUD mit so 30 oder 40 Anfragen bombardiert hat (um die Cloudperformance zu testen, hahahahahaha) von genau einem Rechner, hat der gedacht die Cloud-Leute hätten einen "Überlastungsschutz" eingebaut wenn die Anfragen nicht beantwortet wurden. Hahahahahahaha. Am Ende war es ein Firewallproblem in der Firma. Hahaha Cloud-Perfomance mit 30-40 Anfragen von einem Rechner und Überlastungsschutz.

So ziemlich am Anfang, nachdem ich den völlig desolaten Code und das fürterliche "Nichtwissen" des Personals gesehen habe, habe ich die gefragt wie die das betreiben wollen? Es ist so, dass die dafür gar kein Budget eingeplant haben. Es ist natürlich Budget da für Dienstwagen von Dr. sowieso usw. aber für den ganzen E-Commerce-Bereich haben die überhaupt kein Budget eingeplant. Das macht da immer so nebenher. Jener der es von den Vorgesetzten aufs Auge gedrückt bekommt. Die haben gemeint ich könne da ein oder zwei Tage im Monat ein bißchen Wartung machen. Worauf ich denen gesagt habe, dass die mir mit sowas nicht kommen brauchen, da gehe ich lieber Pizza ausfahren. Zumal bei diesem desolaten Zustand, das ein ganzes Team braucht um das alles mal auf den Stand der Technik zu bringen. Aber ne, die wollen wirklich ein internationales Business mit extreem teueren Medizinprodukten zum Preis des halben Monatslohns einer Zahnarzthelferin betreiben. Sicherheit, Stand der Technik, Datenschutzvorschriften. Alles egal. Hauptsache Budgettreue, weil man ja sonst unangenem auffällt in dem Laden. Is ja wohl klar, dass mir das als externer Selbständiger scheißegal ist und das deren Problem ist und nicht meins.

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