Mittwoch, 23. Februar 2022

Was noch gegen einen vollständige Besetzung spricht

Wie Putin schon gesagt hat, haben die Russen und Urkainer eine lange gemeinsame Geschichte. Somit kann er damit rechnen auf Leute zu treffen die selber auch kämpfen wie die Russen, den gleichen Widerstandwillen haben wie die Russen unter Hitler und die sicherlich weitaus motivierter sind ihr Land zu verteidigen als viele russische Soldaten bei den Invasionstruppen.

Und selbst wenn er in jeder Behörde und jeder ukrainsichen Firma russische Leute einschleusen würde, die alles überwachen sollen könnten die keinen einzigen Tag zur Arbeit kommen ohne die hohe Wahrscheinlichkeit überfallen, vergiftet oder sonstwas zu werden.

Somit selbst wenn er unter enormen Blutzoll die Ukraine erobern würde... Hätte er mal nix gewonnen. Der Horror würde dann erst anfangen. Die müsste er dann nämlich halten. Keine seiner bisherigen militärischen Aktionen hatte eine solche Unüberlegtheit. Bisher waren alle Aktionen so gestrickt, dass man mit doch eher kleinen Mitteln, große Erfolge hatte.

Und wenn sowas nicht möglich war wie in Syrien oder Tschetschenien musste sehr, sehr viel Militär eigesetzt werden müssen um eher kleine Verbände zu besiegen. Im Tschetschenienkrieg waren die Russen zuletzt mit 65.000 Mann aufmarschiert. Und damit ging es dann gehen eher kleine Rebellengruppen von einigen tausend Mann. Nicht gegen eine reguläre Armee von über 200.000, gegen fast eine Million Reservisten und ca. 100.000 Paramilitärs wie in der Ukraine.

Ach, noch was. Ihr Analysten von der Tagesschau usw. solltet lieber bei der Homo-Ehe und solchen Themen bleiben. Das ist so das Einzige von dem ihr was versteht.

Wer wäre denn so blöd ein Land in fünfacher Unterzahl (wenn auch technisch besser ausgerüstet) anzugreifen wo die anderen "Heimvorteil" haben, dann auch noch seine in Unterzahl antretende Soldaten in ihrer Schlagkraft weiter schwächen indem er die Frontlinie ausdehnt und dann noch im Vorfeld Monate lang zu warnen damit sich alle eintellen können und dann genau das tun worauf sich alle eingestellt haben? So blöd ist doch keiner!!!

Hm, ich glaube dass Putin damals geglaubt hat, als er sich die Krim geschnappt hat, dass sein "Ausschluss" vom internationalen Parkett vorbei gehen wird. Dem war aber nicht so. Ich glaube das wurmt ihn extrem, dass ER/Russland das Schmuddelkind ist und bleibt. Und nun möchte er dafür sorgen dass man mit ihm reden muss. Unerfüllbare Forderungen kann man auch stellen um Verhandlungen zu erzwingen und nicht nur um einen Vorwand für einen Einmarsch zu haben. Machen Gewerkschaften und Arbeitgeber jedes Jahr. Sagen kann man viel. Ob ihm die Ukraine wirklich so wichtig ist oder er sich sicher ist, dass wenn er auf die Ukraine eindrischt man früher oder später doch mit ihm reden muss. Dass der Schmerz bzw. die Angst vor dem was noch kommen kann größer wird als die Abneigung. Dann steht er nicht da als jemand der den Schwanz eingezogen hat, weil er die Krim zurückgegeben hat, was ohne totalen Gesichtsverlustt nicht geht, sondern mit Stärke sich zurück ins Spiel gebracht hat. Darum glaube ich nicht an eine quasi selbstzerstörerische Vorgehensweise sondern eher an ein feines Spiel der Abwägung von Kosten und Nutzen mit einem ziemlich klaren Ziel. Ist quasi die einzige Chance, die er hat wenn sein politische Erbe nicht die Isolation Russlands sein soll. Ups, habe ich etwa zu viel gesagt ;-)?

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