Hm, ich glaube die Bundesregierung ist schlichtweg völlig orientierungslos (in diversen Punkten) und sagt das aus Verzweiflung.
Fakt ist, dass wir wohl nie wieder eine so gute Immunisierungslage in Deutschland haben werden wie jetzt. Selbst wenn wir eine Impflicht bekommen für nächstes Jahr wird der Anteil der vollständig Gimpften vielleicht um 10 - 15 Prozent steigen. Gleichzeitig wird aber dann bei über 40 Millionen Menschen die Impfung schon ein Jahr oder noch mehr her sein. Somit wird es nächstes Jahr auch mit der Impfpflicht bedeutend schlechter aussehen als jetzt wenn man sich die Immunisierung der Gesamtbevölkerung ansieht. Wenn sich das Immunsystem der Deutschen nicht bedeutend anders verhält als alle anderen und der Rückgang der Antikörper sich so einstellt wie bisher überall gemessen.
Darum wir der Lauterbach und das RKI zu 100 Prozent im nächsten Jahr genauso oder noch viel mehr dicht machen als dieses Jahr. Und keiner will es dann gewesen sein, sondern das Virus ist schuld. Weil das wird sich anders als bei Omikron jetzt mit aller Wahrscheinlichkeit in den Krankenhäusern niederschlagen.
Zu dem denke ich, dass das teilweise mit den neuen MRNA-Impfstoffen zusammenhängt. Das ist doch sehr untypisch, dass der Immunschutz sich so schnell wieder abbaut. Vielleicht sollte man erforschen ob der bei anderen Impfstoffen länger hält oder evtl. noch an den Impfstoffen etwas feilen. Weil so wie es jetzt ist, wird das eine neverending Story.
Was das Verbuchen der momentanen Strategie als Erfolg betrifft. Hm, wir wir aus allen anderen Ländern wissen (auch wenn nicht gerade Impfweltmeister) schlagen sich bei Omikron die Zahlen eben nicht so nieder wie früher. In keinem Land gab es einen Kollaps des Gesundheitsystems. Warum dann ausgerechnet in dem tollsten Land der Welt? Kurz gesagt, die Inzidenzen sind fast scheißegal. Momentan haben wir 1500er Inzidenzen. Somit sind wir nur etwas hinten dran im Vergleich zu anderen Ländern. Die Krankenhäuser sind jetzt nicht übervoll. Sie waren es auch vorher nicht. Somit haben wir mit sehr, sehr viel verlorenem Geld das unvermeidliche hinausgezögert und haben damit für etwas bezahlt (Überlastung des Gesundheitssystems) wofür nie eine reale Gefahr bestanden hat. Gut, offenbar haben gewisse Leute eine sehr eigenwillige Interpretation von Erfolg. Das kommt davon wenn eine wildgewordene Mediziner/Priesterkaste Politik macht.
P.S. schaue gerade hart aber fair. Schon interessant wie man sich auf ausgerechnet Dänemark fixiert und 1000 Gründe nennt warum in Dänemark was möglich ist und hier nicht. Vielleicht kann jemand mal erklären wieso wir zu Beginn der Pandemie jeden Tag 4-500 Tote hatten und jetzt 50-100 und immer noch Panik gemacht wird? Vielleicht wäre auch interessant warum es in keinem Land der Welt egal ob Impfweltmeister oder nicht, egal ob Entwicklungsland oder nicht es nirgends einen "Zusammenbruch" des Gesundheitsystems gab im Zusammenhang mit Omikron, aber ausgerechnet bei uns soll es immer kurz davor stehen? Die Politik mißachtet mindestens genauso schlimm Fakten wie viele Coronaleugner, die ihrer vorgefassten Meinung nicht in dem Kram passen.
Und an die Wissenschaftler, wie kann man dermaßen willig die wissenschaftlichen Fakten ignorieren nur weil es einem in den Kram passt? Die Politik glaubt scheinbar der Immunisierungsgrad der Gesammtbevölkerung wäre eine konstante Größe. Und wenn nächstes Jahr 10 Prozent dazukommen ist man safe. Wir wissen aber schon seit langem, dass sich mit den bisherigen Impfstoffen der Impfschutz ziemlich schnell abbaut. Somit warum verschweigt man das, dass nächstes Jahr alle die dieses Jahr den Booster bekommen haben so dastehen werden als hätten sie keinen bekommen? Sollen wir das jetzt ewig machen, nur damit die Krankenhäuser halb leer stehen?
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