So einfach ist das. Somit wie sieht es mit dem Militär aus in Deutschland? Zu allererst liegt es mir fern eine Militarisierung vorzuschlagen. Allerdings, wenn Deutschland in den 70er und 80er Jahren mit 60 Mio Einwohnern ca. 1,3 Mio aktive Soldaten hatte und 2022 mit 83 Mio Einwohnern 180.000 ist schon etwas kaputt.
Vor allem wenn sich vor jeder Wahl die gesammte Politik hinstellt und vor den ach so unsicheren Zeiten warnt. Und was sollen wir tun? Uns in die Hosen scheißen, eingeschüchtert dasitzen wie das Kanninchen vor der Schlange und auf Heilsbringer aus der Politik hoffen? Die wenn was passiert den andren ja sowas von sagen werden, aber hallo, sowas von?
Zu de ersten paar Sätzen gilt Folgendes. Grundsätzlich, egal was man tut sollte man für die Aufgaben jene Ausrüstung haben, die zumindest durchschittlich ist, einigermaßen modern. Somit, dass man seine Aufgaben in diesem Zusammenhang genauso schnell, genauso gut erledigen kann wie die anderen. Und die sollte dem entsprechen was grundsätzlich der Ruf ist der Person.
Somit wie sieht es mit Deutschlands Militär aus? Langer Rede kurzer Sinn. Deutschland hat sich militärisch zum letzten Mal im zweiten Weltkrieg bewährt. Genauso wie Deutschlands Waffensysteme damals zum letzten Mal gegen einen "gut" ausgerüsteten Gegner sich bewähren mussten. Klar so paar Panzer an Kameltreiber zu liefern, die damit ihre Leute knechten ist eine Sache. Aber zu glauben Haubitzen die 30 oder 40 km weit schießen können hätten im Zeitalter der Lenkwaffensysteme eine große Bedeutung, wenn man sich gegen einen gut gerüsteten Gegner zur Wehr setzen soll, ist einfach nur völlig dämlich. Aber damit das so bleibt tut ja Deutschland auch alles. Egal was passiert, sich ja aus jedem Konflikt raushalten. Etwas rumfliegen, etwas aufklären aber kämpfen sollen die anderen und auch ja nicht unsere Waffen benutzen. Selbst beim ersten Irakkrieg als es nur darum ging Saddam aus Kuwait zu vertreiben in einer riesigen internationalen Allianz hat sich Detschland mit 30 Mrd. bei den Amerikanern rausgekauft. Warum? Damit keiner sieht, dass die voll der Schrott sind und im fordernden Dauereinsatz gleich im Arsch und fast unwartbar sind?
Also, auch auf die ersten Sätze bezogen. Man ist immer nur wirklich gut in etwas wenn man damit auch arbeitet bzw. es benutzt. Darum verstehe ich in keinster Weise warum irgendwer in Europa glaubt Deutschland könne im bis auf dämliche politische Phrasen irgendeinen Schutz bieten gegen jemand der (ja etwas abfällig gesagt) nicht gerade auf einem Kamel ankommt.
Was den aktuellen Konflikt betrifft. Wenn man jetzt nicht gerade ein Blatt vor den Mund nimmt ist Deutschland nicht unerheblich dafür mitverantwortlich. Deutschland hat dafür gesorgt, dass die Ukraine über viele Jahre nicht verteidigungsbereit bleibt. Deutschland hat seine Gasinteressen gegen die Meinung sehr vieler in der EU durchgedrückt und ist am Ende damit voll auf die Fresse gefallen. Deutschland ist seine energiepolitische Abhängigkeit von Russland sehr wohl bewußt und baut diese trotzdem immer weiter aus und sorgt dafür im Umkehrschluss, dass man in Krisen nur begrenzt handlungsbereit ist. Deutschland bereitet ja quasi den Weg in manchen Teilen vor. Wenn sich nun manche Politiker hinstellen und sagen, dass es nun für Waffen zu spät ist... Das ist reine Verhöhnung. Wird auch nicht besser indem man versucht diese Verantwortung wegzuwaschen weil man sich um Flüchtlinge kümmert.
Und hier nochmal die Gründe warum das für Putin (wenn er die ganze Ukraine will, was ich nicht glaube) ein Disaster wird. Wahrscheinlicher halte ich eine wie auch immer geartete Exit-Strategie, nachdem er gezeigt hat, dass er ernst macht.
Das alles sind unumstößbare Fakten aus mehreren Jahrtausenden völlig egal was ein Opa, der mal General war (in einem Land, das seit seiner Geburt kaum nennenswert gekämpft hat) dazu sagt.
- Es kommt immer auf den Widerstandswillen der Bevölkerung an. Die Römer mussten sich am Ende aus Britannien zurückziehen. Sie mussten Germanien aufgeben. Die Israeliten haben die Ägypter wohl nicht durch Gott, sondern durch einen harten Geruillakrieg bezwunden. Es gibt in der Geschichte kaum einen Hinweis auf eine langjährige Besatzung gegen die Bevölkerung, die erfolgreich war. Was Partizanen, Guerillas Besatzern antun können, haben die Deutschen im 2. Weltkrieg, haben die Amis in Vietnam, Afghanistan, Irak und auch die Russen in Afghanistan erleben müssen. Und das allein in diesem Jahrhundert. Das ist einfach eine universelle Art zu kämpfen wie man sich gegen einen militärisch überlegenen Gegner zur Wehr setzt. Dagegen gibt es kein Mittel. Der Versuch mit noch mehr Härte gegen die Bevölkerung vorzugehen endet immer im Gegenteil. Nach dem Maidan ist nicht davon auszugehen, dass die Ukrainer nicht kämpfen werden!
- Die Amis und die Russen verstehen diese Art von Krieg nicht besonders gut. Weil deren Art zu kämpfen ist Masse. Mit überlegener militärischer Macht aber oft mit wenig Grips anzugreifen. Warum die das nicht verstehen? Weiß ich nicht. Nur die machen immer den gleichen Fehler.
- Große Städte sind nicht nur für Tiere ein Dschungel. Genauso wie dort sinkt die Wichtigkeit der militärischen Überlegenheit. Ein Panzer für 5 Mio ist kaputt wenn einer aus einem Fenster erfolgreich eine panzerbrechende Waffe abschießt und die Besatzung ist tot. Unzählige Beispiele aus Kriegen beweisen das wie gut große Städte sich einer Invasion widersetzen können. Falls es jedoch gelingt ist es eigentlich immer langwierig, schwer und teuer in jeder Hinsicht. Das ist übrigens auch der Grund warum syrische Städte so aussehen wie sie aussehen. Die muss man quasi dem Erdboden gleichmachen bis man die letzten Widerstandskämpfer ausgegraben hat. Das mitten in Europa wird selbst China nicht mittragen.
- Die Ukraine ist ein großes Land. Mehr als 4.0000 km Grenze. Da wird immer etwas an Nachschub durchkommen. Damit verbunden kann trotz Lufthochheit keine lückenlose Luftüberwachung durch die Russen erfolgen.
- Auch wenn ca. 100.000 russische Soldaten im Einsatz sind. Gut, das sind etwa 1,5 große Stadien gegen ein ganzes Land.
- An je mehr Fronten die Russen kämpfen, desto geringer ist ihre Schlagkraft. Je weiter sie in das Land vorstoßen, desto schwerer wird der Nachschub. 100.000 Mann sind einfach nicht genug für ein ganzes Land. Und schon gar nicht um es dauerhaft zu halten. Allein im Kessel von Stalingrad waren 300.000 deutsche Soldaten gefangen.
- Je größer ein Land ist desto schwieriger ist es dieses zu kontrollieren. Die Ukraine ist das größte Land Europas. In Afghanisten haben wir gesehen es ist völlig fürn Arsch Kabul und Khandahar zu kontrollieren dafür können sich aber die Leute auf den restlichen 90 Prozent des Landes in aller Ruhe auf den nächsten Angriff vorbereiten.
- Somit, sollten die Russen wirklich im regulären Krieg siegen, gegen all diese Widrigkeiten... Danach kommt der Partizanenkrieg.
Darum ist völlig egal wer glaubt mit seinem Titel könne er physikalische Gesetze aufheben. Entweder es wird ein Disaster oder eine Exit-Strategie. Allerdings fraglich wann der Zeitpunkt sein wird. Bezüglich der Aussage, dass er das ganze Land will. Hm, würde ich auch sagen. Dann würde ich noch an diversen Stellen wo ich gar nich bin kleine Truppen oder nur Bomben abwerfen, damit der Gegner sich nicht sammeln kann und dass er seine Truppen ausdünnen muss weil er ja verteidigen muss und nicht ich. Auch hätte er gar keinen Anhaltspunkt was ich wirklich vor habe. Gähn, manche Leute (nicht Putin) sind ja so eindimensional in ihrer Denkweise.
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