Hm, schade zu sehen wie die persönliche Voreinstellung zu Dingen manchen Leuten die Sicht auf die Realität versperrt.
Cannabis ist teil von Mafiösen Strukturen weil der Staat dafür sorgt dass es in der Illegalität bleibt. Und genug produzieren und das verteilen kann nun mal nur eine Organisation. Ist nix anderes als ein Unternehmen auf der anderen Seite des Gesetzes.
So war es allerdings auch mit Glückspiel und Alkohol in den USA. Erst als es in die Legalität geholt wurde, wurde dieses Geschäft von Konzernen übernommen. Und die sind schlichtweg zu groß für die Mafia. Und vor allem da der Staat da anständig Mitverdient ist das angreifen dieser Geschäfte wohl eine direkte Kriegserklärung an den Staat. Mafia hin oder her. Wenn paar Tausend SEK Beamte bundesweit etwas hochnehmen... Das ist der Maria viel zu viel Aufsehen. Das lohnt nicht.
Auch das Cannabis harmlos ist würde man nicht signalisieren. Alkohol ist genauso wenig harmlos. Wie viele Verkehrtstote gehen auf Alkohol? Wie viele Kosten im Gesundheitssystem? Und trotzdem ist es erlaubt. So wie man annimmt man könne mündigen Menschen eine verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol beibringen, kann man das sicherlich auch mit Cannabis. Vor allem da sich ein ungewonter Jugendlicher mit einer Flasche Rum totsaufen kann und mit zu viel Cannabis pennt er wohl nur ein.
Diese Aussagen stützen auch Entwicklungen in den USA und Kanada. Es ist so, dass sich immer mehr Bundesstaaten dieser liberalen Politik anschließen und nicht umgekehrt, weil eben nicht dieses besagte Horrorszenario eingetreten ist dass alle Jungedliche zu Junkies werden und in der Gosse abhängen, weil man es ja nun kaufen kann wie Gummibärchen. Kann man auch vorher, allerdings beim Dealer um die Ecke der auch Speed, und Koks und Crystal und sonst alles hat. Und nichs dagegen hat, dass man ein Gramm für 100 Dollar kauft anstatt fünf Gramm für 20.
Natürlich ist auch die Erfolgsbilanz dieser harten Haltung sehr interessant. Jedes Jahr kommt man mit hart klingenden Sprüchen um die Ecke und jedes Jahr beim Drogenbericht muss man sich eingestehen, dass man schon wieder verloren hat und es schon wieder schlimmer ist als im Vorjahr. Ob es da mal nicht sinnvoller wäre die knappen Resourcen der Ermittlungsbehörden auf die zu richten, die es verdient haben und nicht auf Kiffer und deren Dealer, und die die das Zeug anbauen. Weil es ja dann legal wäre und auch reglementiert. Schon allein vom Prinzip her würde man damit schon mal der organisierten Kriminalität einer sehr großen Batzen Geld wegnehmen, die Ermittlungsbehörden entlasten und dem Staat einnahmen verschaffen. Würde mal es mal auch nur ein Jahr eine gute Bilanz geben könnte man ja darüber reden wer was nicht verstanden hat. So aber, ui, ui. So ist es ziemlich offensichtlich.
Und zu den Niederlanden, daher stammt zwar die Idee weiche und harte Drogen zu trennen. Aber geschafft haben die es nie. Als einer der schon in den 90 ern nach Holland in Coffeshophs gefahren ist. Da war nie so wie in den USA derzeit. Shops die wie Rossmann eine Inventur und Bücher führen. Von der Aufmachung her fast wie Shop von Apple. Wo man seine Lieferanten in den Büchern hat wo staatlich zertifizierte "Hanfgärtner" drin stehn. Himmelarsch als man in den 90ern da hingefahren ist (nicht jetzt Amsterdam sondern so kleine Provinzcoffeshops) haben dich schon Leute abgefangen und wollten dir ein Kilo verkaufen. Sobald die gesehen haben, dass du aus Deutschland kommst. Da stand oft so ein Schwarzer, oder Araber oder sonstiger Exot drin, der sobald ihm klar war, dass man nicht Bulle ist dich gefragt hat ob du mehr oder was anderes brauchst. Nix gegen Schwarze usw. aber es war definitv nicht dieser Typ, den man in einem Niederländischen Baumarkt trifft. Und dann wurde man nach hinten gerufen und dann hat er erst mal ausgepackt. Ich kann mir jetzt auch nicht wirklich vorstellen, das solche Läden geführt wurden wie ein Jeansshop oder wie halt als anständiger Laden mit ausgebildeten Verkäufern. Das waren zum Großteil öffentliche Verkaufsflächen für Dealer, die das verkauft haben was deren Landsleute hergeschafft haben. Und staatliche Kontrollen hat es auch kaum gegeben. Weil, dass da jemand reinkommt und kontrolliert, da hatte absolut niemand Angst davor. Und das hat sich über Jahrzehnte in Holland etabliert. Auch wenn die das mit den Coffeshops in den letzten Jahren eingeschränkt haben ist es eher schlimmer geworden. Wie im Drogenbereicht zu hören. Niederlande ist jetzt ein europäisches Drogenmekka und das wird man nicht los. Auch bezweifle ich dass die niederländische Polizei wirklich Maßnahmen ergreift und das zu ändern. Habe bisher keinen einzigen Film gesehen über eine enorm schlagkräftige niederländsiche Eingreiftruppe die mit der notwendigen Härte gegen diese Zustände vorgeht. Oder kennt ihr eine?
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