Hm was soll ich dazu sagen, außer...
Da sich an der Ausgangslage noch an der Einschätzung der Lage auf beiden Seiten etwas grundlegendes verändert hat, kann man basierend auf den Erhebungen der letzten 50 Jahre ganz gut ausrechnen, wenn die Parteien wieder soweit sind sich mal so richtig aufs Maul zu hauen.
Denke jetzt sind die etwas abgekämpft keiner will als Kriegstreiber dastehen. Aber wenn das etwas in Vergessenheit gerät ist es wieder so weit. Schätze so 17 - 20 Monate.
Auch denke ich eine Zwei-Staaten-Lösung wird nicht viel helfen. Das hört sich im ersten Schritt gut an (weil theoretisch alle zufrieden sein könnten) aber Terrorismus endet nicht wenn man einen eigenen Staat hat. Zeigt der Iran. Ist dann nur ein sicheres Rückzugsgebiet von dem man aggieren kann wenn einem was nicht passt. Das führt direkt zum Schritt und der eigentlich kompeltt unlösbaren Frage wie die Grenzen verlaufen sollen und wer wem was im Austausch für das und das gibt, was niemals zur Zufriedenheit aller wesentlichen/wichtigen Gruppen sein wird. Nach 50 Jahren Durchmischung und Siedlungspolitik bei dem gleichzeitigen Anspruch beider Seiten Jerusalem niemals opfern zu wollen. Sollen dann in beiden Ländern Millionen von Leuten deportiert werden? Oder gezwungen werde unter Leuten zu leben, die ihnen eigentlich feindlich gesinnt sind? Meist ist nicht die Idee das Problem, sondern die Umsetzung.
Die bisherige Struktur der Palästinenserführung lässt auch nicht darauf schließen, dass die es überhaupt können mit einer Stimme zu sprechen. Wenn die Fatah was aushandelt ist das der Hamas zu lasch und es geht wieder los. Wie oft ist das denn schon passiert? Und dann es soll ein Vertrag über Gebiete geben, dass alle so zufrieden sind und nicht wieder einige Gruppen (möglicherweise auch vom Ausland unterstützt) ihr eigenes Süppchen kochen? Sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich.
Auch denke ich nicht dass es überhaupt eine Regierung in Israel geben kann, die sowas übersteht. Ja was bedeutet das zusammengefasst? Große Gebiete wieder zurückgeben, die man "erobert" hat und das nicht weil man einen Krieg begonnen hat, sondern weil man die Angreifer in die Flucht geschlagen hat. Die Politik der letzten 50 Jahre zurückdrehen. Hundertausende oder Millionen von eigenen Leuten von ihrem Land verjagen und auf das "neue eigene Staatsgebiet" holen, wo sie von Null anfangen müssen. Große auch wirtschaftlich bedeutende Teile des Landes einfach weggeben. Sich darauf verlassen viele eigene Leute auf dem Territorium der anderen zu lassen wo sich bisherige Terrororganizationen um ihre Sicherheit kümmern sollen. Ohne die Möglichkeit denen beizustehen. Und das alles ohne die geringste Garantie und entgegen aller bisheriger Erfahrungen, dass die Palästinenser wirklich "keinen Grund" mehr für Terror sehen. Sowas kann man doch keinem zumuten.
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