Samstag, 13. Februar 2021

Impfstoffnationalismus

Ich beobachte gerade wie diverse Wissenschaftler Ammenmärchen verbreiten. Impfstoffnationalismus würde die Pandemie verlängern. Was für eine dämliche Behauptung. Und das Beste ist man wird in Kürze sehen wie sich kleine Länder, die sich in Eigenregie rechtzeitig genug Impfstoff gesichert haben und bereit waren genug auszugeben die Pandemie hinter sich lassen und zu einem vergleichsweise normalen Leben zurückkehren. Diese komischen Berechnungen sind genauso wie damals in der Flüchtlingskrise. Wo ausgerechnet wurde unter anderem von der Bertelsmann Stiftung dass man mit Flüchtlingen voll das Plus macht. Komisch, dass das bisher noch niemanden aufgefallen ist und Deutschland gar nicht mehr so viel Plus verkraften kann.

Und die Behauptung dass kleinere Länder ohne den gemeinsamen Einkauf der EU leer augegagnen sind ist einfach nur gelogen. Alle Länder die bisher sehr gut beim Impfen sind, sind vergleichsweise kleine Länder. Mit Ausnahme der USA. Das Problem liegt nicht in der Größe sondern der Bereitschaft genug Geld rechtzeitig dafür auszugeben. Somit eine Prioritätenfrage. Nun gut wenn man zu spät bestellt und man dann selbst noch bei dem Preis den die EU ausgehandelt hat rumgeizt und rumnörgerlt (wo man ja schon spät dran ist)... Zeigt wohl wie dem politischen Personal diese Investition ist. Weitaus weniger wichtit als die fetten EU-Töpfe voller Geld. Dann ist das kein Wunder dass man nicht so viel Impfstoff bekommt wie man will. Das hat aber mit der "Ländergröße" mal sowas von überhaupt nix zu tun. Die Realität zeigt ja das Gegenteil. Das ist lediglich eine Schutzbehauptung eigene Fehler und Fehleinschätzungen auf die "Landesgröße" abzuwälzen.

Die Aussage von Biontech mehr Geld hätte nicht geholfen... Komisch, dass es bei USA und Israel wohl geholfen hat, genauso wie bei einigen wohlhabenden arabischen Ländern. Und wenn ich auf eine halbe Milliarde vom Staat spekulieren würde um weitere Fabriken zu bauen wo ich sicherlich auch Impfstoff für andere herstellen werde und mir noch mehr Geld verdienen würde... Dann würde ich auch sagen was notwendig ist um die halbe Milliarde zu bekommen und den der sie mir geben soll nicht anzupissen. Schon komisch, dass man zu der Zeit als die EU so spät dran war Impfstoffbestellungen über ca. 1.5 Mrd Dosen hatte und die eigenen Produktionskapazitäten nicht einschätzen konnte. Und man hat dann auch keine "Triage" vorgenommen. Wird nicht genug für alle da sein, also kommen zuerst die die am meisten zahlen. Klar würde ich auch nicht zugeben wollen. Und man hat der EU auch nicht sagen können, dass ein etwas höherer Preis sicherlich hilfreich wäre bei dem Aufbau weiterer Kapazitäten. Habt ihr da alle nur Bong geraucht oder wie? Tja, liege ich wohl doch richtig dass es wohl gewissen Druck aus der Öffentlichkeit braucht um auch nur auf so eine triviale Idee zu kommen.

Ach und bevor ich es vergesse. Die gute Arbeit eines Gesundheitsministeriums, die aktuelle Impfstoffentwicklung adequat zu verfolgen, geeignete Kandidaten frühzeitig zu identifizieren, eine angemessene Risikobewertung in Punkto Risiko/Nutzen bezüglich Notfallzulassung vorzunehmen und eine richtige Einschätzung des Marktes und somit des Preises als "Impfstoffnationalismus" zu bezeichnen ist lediglich der Neid der Verlierer.

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