Sonntag, 9. Februar 2020

Arbeiten bei einer Bundesbehörde Teil 4

Nun ist es so dass dieses Ministerium jedes Jahr über 100 Millionen für Beraterverträge ausgibt. Es wird supportet, digitalisiert, geplant usw. Nur nach welchem Muster... Scheinbar Lotto. In dieser Behörde, die zu den größten des Ministeriums gehört wird die Abrechnung mit einem Tool gemacht, dass in einer Programmiersprache geschrieben ist die seit Ende 2015 nicht mehr supportet wird. Geschrieben wurde es ursprünglich von einigen Auszubildenden und es ist so schlimm dass selbst die, die es geschrieben haben und noch dort sind sich weigern daran zu arbeiten und Erweiterungen vorzunehmen. Ne ich mach jetzt was anderes. Lieber versucht man das einem Freelancer aufs Auge zu drücken. Und, ohne Scheiß dieses Tool ist so schlecht, dass es z.B. Beispiel nicht mal die Möglichkeit gibt die Stunden eines Beraters zu summieren. Die müssen sich aus ewig langen Listen von Abrechnungen einzeln die Dinger raussuchen und das manuell zusammenrechnen wie viel Stunden noch übrig sind usw. Das dauert im Normalfall zwei bis drei Monate und darum ist auch quasi eine Kontrolle eigentlich gar nicht möglich. Fragt ihr mal jemanden ob es stimmt, dass der und der vor 3 Monaten das und das gemacht hat. Aber im großen und ganzen denke ich dass ganz viele ziemlich froh sind, dass das so läuft. Sonst hätte man das ja wohl umgestellt irgendwann.

Ich mein das ist schon krass. Da werden jedes Jahr hunderte von Millionen für Beraterverträge ausgegeben und die Abrechnung wird mit einem oudated Azubitool gemacht, das seit Jahren nicht mehr den eigenen Sicherheitsanforderungen entspricht wo man sich manuell die Daten rausschreiben muss und man Leute 2-3 Monate beschäftigt nur mit der Abrechnung und dann die Sachen mit dem Taschenrechner zusammenrechnet. Das ist doch nicht normal.

Da trifft sich das "Who is Who" der IT-Branche, Telekom, Oracle, SAP, IBM und keiner verklickert denen mal dass es das was besseres gibt und dass das wohl nicht wirklich zielführend ist für einfache Abrechnugnen 2-3 Monate zu brauchen weil man das mit dem Taschenrechner zusammenrechnen muss. Und was ist das bitte schön für ein Management. Man ist in einer Behörde und hat auch noch die Leute dort die diesen Scheiß geschrieben haben und anstatt die mal einzuspannen das zumindest so verbessern dass man damit arbeiten kann ist es o.k. dass die sagen, ne hab kein Bock, mach was anderes jetzt und der ganze Laden ist gezwungen so einen Mist zu machen über JAHRE. Die sind doch verrückt dort.

Natürlich fehlt hier auch der Inderbezug nicht. Der Typ der für die Entwicklung verantwortlich war und nun für diesen ganzen Abrechnungskrust und der mit dem der das umgesetzt hat aber nun kein Bock mehr hat sich mit seinen Fehlentwicklungen zu beschäftigen -> Inder. Natürlich kontrollieren die Abrechnungen Inder und für die meisten Projekte, die geplant werden und nicht stattfinden ist eine indische Projektmanagerin zuständig, die sowas wie die Assistentin von dem Abrechnungssupertool Typen ist. Dazu in Folge 15 mehr.

Natürlich auch Inder, die mir direkt nach diesem Projekt einen Monat auf den Sack gingen und dann damit um die Ecke kamen dass es nicht in München sondern Hamburg ist. Klar bilde ich mir nur ein diese Inderconnection. Himmelarsch, oft mir einer von diesen Schwarzköpfen auf den Sack geht müsste statistisch gesehen jeder dritte Mensch hier Inder sein. Ach und das Beste. Diese Inder haben für einen Telekommunikationskozern gearbeitet. Haha und ich musste denen versichern mindestens 9 Monate dort zu bleiben, weil der Endkunde sehr unzufrieden über die hohe Personalfluktuation war. Irgenwie jeder den die anschleppen verpisst sich nach paar Monaten. Oh, mein Gott (also jetzt unserer und nicht der mit dem Rüssel), wie konnte es dazu kommen. Verstehe ich jetzt persönlich gar nicht.

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