Montag, 24. Februar 2020

Arbeiten bei einer Bundesbehörde Teil 17

Nun wer denkt es ist vorbei mit den Heldentaten der Inder der täuscht sich. Wir haben noch ein paar Monate. Wie bereits kurz angeschnitten kam das Update der Anwendung für die Abrechnung schon wieder auf den Tisch. Nachdem die ganze Sache ein paar Tage bevor es hätte starten sollen aus nebulösen Gründen abgesagt wurde.

Es ging wieder mit der Planung los und zwar nicht dort wo wir aufgehört hatten sondern wieder ganz von Anfang. So als ab all die Gespräche dazu niemals stattgefunden hätten. Dieses mal aber wurde eine Inderin als Projekmanagerin benannt. Sie und ich sollten das neue Dream-Team werden. Sie sollte alles besorgen, weil sie könne das ja. Sie wäre intern und würde direkt mit der Referatsleitung sprechen. Direkt nächste Woche sollte es losgehen. Da wäre der Typ da, der die Entwicklungsumgebungen bauen kann. Unserem (superfleißigen) Projektmanager ging das irgenwie nicht schnell genug. Der wollte gleich morgen anfangen bis er kappiert hat, dass der Typ erst nächste Woche wieder kommt.

Ja, das war dann auch der finale Stand die nächsten drei Monate. Der Referatsinder hat zwar gesagt ihm würde jemand ganz schlimm im Nacken sitzen und das müsste ganz dringend gemacht werden. Aber die haben das nicht mal geschafft eine Umgebung dafür bereitzustellen. So wie es aussieht kaufen die Leute ein, die weiß Gott was im Lebenslauf stehen haben aber kaum was davon können. Und das sowohl auf technischer Seite als auch auf Seite der Projektleitung.

Das was die Inderin besorgt hat war der Zugang zur Datenbank, den sie nur teilweise kopiert hat. Und den Link zur Testumgebung. Natürlich ohne funktionierenden Login. Also keinen funktionierenden Login zu irgendwas, keine Info wo der Code zu finden ist, kein Link zur Doku oder ähnliches.

Nach zwei Wochen hieß es die Umgebung ist noch nicht fertig. Nach drei Wochen. Nach 6 Wochen. Die ist zwar immer wieder an einem vorbeigelaufen und hat hallo gesagt aber sonst schien die das Thema zu meiden. Natürlich habe ich immer wieder geschrieben und die auch persönlich angesprochen. Aber auch nach zwei Monaten hat die mir mit einem Seufzer mitgeteilt: "Tja, ganz schlimm das, sie hätte immer noch nix gehört von dem Typen, der die Umgebungen bastelt". Gut da hab ich mir gedacht so nach zwei Monaten könnte man als Projektmanager, der mit der Referatsleitung per du ist, mal dort anrufen und fragen warum sich da nix tut bzw. wann mit Ergebnissen zu rechnen ist. Aber mit einem solch revolutionären Gedanken wollte ich dann doch nicht den Laden stürmen. Natürlich hat auch unser superfleißiger Projektmanager in der ganzen Zeit dazu keinen Finger krumm gemacht. Ganz im Gegenteil. Nun hat er auch noch zu den meisten anderen Themen keine E-Mail beantwortet. Ohne Witz, zum zweiten Mal wurde das Projekt in Angriff genommen und wurde nicht umgesetzt. Nur dass es dieses Mal keine Info gab warum, sondern dass es sich komplett im Sand verlaufen hat.

Die bevorzugte Geschäftspartner der Inder im Bereich Recruiting war Computer Futures. Genau, dort wo man den Test auf jegliche fachlich Eignung quasi weglässt sobald einer von CF kommt. Da war auch ein anderer von CF. Da waren oftmals zwei weitere Leute notwendig, ein weiterer Programmierer + ein Projektmanager von der Telekom nur um herauszufinden wo der jetzt was eingebaut hat und wie man das wieder zusammenbekommt. Da war ein Typ aus Karlsruhe der quasi täglich stundenlang damit beschäftigt war dem CF-Typen zu erklären, was er da jetzt eigentlich gemacht hat, wo der Code tatsächlich hin muss und wie man das jetzt mit dem was man vorher gemacht hat zusammenführt.

Noch ein Buckelgeist mehr, der sich seine Marge abzieht und dafür sorgt, dass von den üppigen Raten, die Vater Staat zahlt nur noch lächerliche Summen beim Entwickler ankommen. Tja und für solch lächerliche Summen bekommt man halt nur so Vögel wie oben beschreiben.

Für CF habe ich auch schon gearbeitet und als ich auf das Projekt kein Bock mehr hatte und ein neues gesucht habe... Hatten die mehr als 2 Monate kein Projekt für mich und das im ganzen Süddeutschen Raum.

Komischerweise ist es jetzt so, dass wenn ich mir auf gewissen Freelancerseiten, die Projekte von denen anschaue die quasi täglich welche für mich hätten und dann auch noch so scheinheilig mit der Grußformel enden, die ich immer verwende. Hey ihr CF-Deppen. Ich werde niemals wieder für euch Buckelgeister, arbeiten damit sich paar dämliche Tommys den dritten Rolls-Royce kaufen. Hoffentlich schmeißt man euch mit dem Brexit raus. Ihr könnt das mit dem anbiedern lassen. Ich halte euch für den schlimmsten Abschaum, der auf dem Recruiting-Markt rumläuft. Ich bin mir sicher, die meisten Projekte die ihr postet gibt es gar nicht. Vielleicht könnten die Behörden mal testen ob es das gibt oder SThree da Marktmanipulation betreibt indem Fake-Projekte gepostet werden. Das was ich da so lese hat doch gewissen Ähnlichkeiten mit alten und neuen Geschichten, die wild gemixt werden.

Übrigens, die Typen lassen einen erst in Ruhe wenn man damit droht in die Niederlassung zu kommen und einem von denen auf Maul zu hauen. Boa ey, als ich für die gearbeitet habe musste ich quasi auch noch den Geldeintreiber für die spielen. Dem Endkunden, der nicht gezahlt hat auf den Zahn fühlen wann er denn zahlt sonst müsse man das Projekt abbrechen. Man sollte meinen, dass für etwa 3000 Euro pro Monat das drin wäre, dass die sich selbst um ihr Inkasso kümmern.

Wie mir der Endkunde gesagt hat, hatten die nicht mal einen Vertrag sondern alles lief auf Handschlagbasis weil der Vertrag von denen so knebelhaft war, dass die kein Bock drauf hatten. Dann lieber gesetzliche Regelungen und Rechtsweg im Streitfall. Ach, der Typ war übrigens Rechtsanwalt und war dann Geschäftsführer in einem E-Commerce-Laden.

Ich würde eher mit Maduro in Verbindung bringen lassen als mit dem ganzen SThree-Laden.

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