Tach Leute,
heute habe ich diesen Artikel gelesen:
https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article203875066/Bitkom-In-Deutschland-fehlen-mehr-als-100-000-IT-Spezialisten.html
Und ich muss sagen solch ein Märchen habe ich selten gelesen. Zuerst wird da gesagt dass Spezialisten kaum noch zu bezahlen sind und dass mit 61.000 Brutto im Durchschnitt gut verdient wird. Das ist totaler Unsinn. Warum ist es dann gerechtfertigt das Anwälte Stundensätze von 200-300 Euro haben Assistenzärzte ca. 70.000 Euro verdienen und Projektmanager mit 100+ die Stunde die Regel sind? Fakt ist es gibt genug Spezialisten nur eben nicht zum Mindestlohn + Apfel in der Kantine. Es ist auch so dass z.B. die Automobilindustrie da sehr aktiv ins im Preise drücken aber dann 85-100 Euro in Rechnung stellen für eine Arbeitsstunde in der Werkstatt. Und die Leute dort haben meist etwa 30 Prozent der Bildung eines IT-Spezialisten.
Über den tatsächlichen Stand kann sich jeder selbst ein Bild machen. Wie bereits gesagt. Einfach mal ein LinkedIn Profil anlegen und sich die Bewerberzahlen auf IT-Jobs anschauen. Bei einigermaßen guten Jobs sind es teilweise mehr als hundert. Hier kann ich auch aus eigener Erfahrung sprechen. Ich bin nun schon seit 13 Jahren in der IT unterwegs. Und es ist wirklich so. Die Unternehmen die können es sich leisten zu einem Spezialisten nein zu sagen nur wenn er mit einem bestimmten Tool noch nicht gearbeitet hat. Selbst wenn er schon 12 Jahre in dem Bereich unterwegs ist und mit 2 oder 3 ähnlichen Tools schon gearbeitet hat können die es sich bei den hohen Bewerberzahlen leisten nein zu sagen in dem Wissen gibt noch genug in der Pipeline die auch dieses Tool hatten. Übertragen auf den Automobilsektor wäre die so als ob eine Werkstatt genug Bewerber hat und den wegschicken kann in einer Audi-Werkstatt, der bisher nur mit VW, Skoda und Seat gearbeitet hat weil es ja noch genug gibt, die schon bei Audi waren.
Und auch die erhöhte Zuwanderung... Das ist jetzt schon eine Katastrophe. In vielen Teams wird schon gar nicht mehr Deutsch gesprochen. Da kommen Leute mit irgendwelchen Diplomen aus Afghanistan, Indien und sonswo und die haben weniger drauf als ein Fachinformatiker. Und wenn dann die Unternehmen (z.B. Eon) ein halbes Jahr 10 Inder bezahlen müssen nachdem die die eingeflogen haben, damit die sich in das einarbeiten was die im Profil angegeben haben ist das ok. Aber einem Deutschen Freelancer 3 Wochen zu genehmigen um sich um ein Tool einzuarbeiten wobei er ja 98 Prozent aller anderen Anforderungen abdeckt, das ist dann zu teuer.
Das ist voll das Märchen. Das existiert so gar nicht. Eine weitere Sache was Behörden sehr oft machen sind Kettengeschäfte. Darum sind deren Mitarbeiter so teuer. Das Amt zahlt einem Großdienstleister wie z.B. Telekom um die ca. 150 Euro pro Stunde. Viele diese Dienstleister packen sich direkt 50 Euro in die Tasche nur um Vertragspartner zu sein. Dann geben die das z.B. an Systemhäuser weiter. Die bekommen dann etwa 100 pro Stunde. Die Packen sich dann direkt nochmal ca. 30 Euro pro Stunde in die Tasche. Nur um einmal im Monat einen Zeitnachweis zu unterschreiben und um die Überweisung zu tätigen. Dann geben die das nochmal weiter an Personalvermittler. Viele von der britischen Personalvermittlern packen sich dann nochmal ca. 25 Prozent in die Tasche. Und oft sind da sogar zwei dazwischen. Final bleibt beim Consultant dann ein Betrag von 50-70 Euro (von 150) übrig. Und dieser trägt das volle unternehmerische Risiko, alle Kosten wie Anfahrt, Zweitwohnung und erledigt quasi die ganze Arbeit. Alle anderen davor haben mit der Umsetzung kaum was zu tun und packen sich zwischen 50 und 60 Prozent der Kohle in die Tasche. Übrigens ich arbeite gerad in so einer Konstallation und ich muss dem lieben Vater Staat sagen: "Selber schuld wenn du keinen findest wenn du so einen Scheiß mit Steuergeldern machst!!!" Und das ist ja nicht mal alles. Die Projekte sind auch aus vielen anderen Gründen unattraktiv. Oft sind die Räume ne Katastrophe. Gibt nicht mal einen Meetingraum so dass der Geräuschpegel eher einem Bahnhof gleicht. Dann kaufen die Leute ein mit dem Versprechen von "langfristigen" Projekten um den Stundensatz zu drücken. Und dann heißt es plötzlich Geld alle. Projekt auf Eis gelegt. Ist nix mit langfristig. Wie Geld alle? Hat es jemand letzte Nacht gegessen? Dann dürfen erst mal fast alle gehen. Dann ist doch wieder Geld da. Dann suchen die wieder für die gleichen Projekte die gleichen Leute aber zum Dumping-Preis. Wenn die dann keinen finden kommen die mit etwas ernsthafteren Angeboten. Die sind dann so wie oben beschrieben. Remoteoption ein bis zwei Tage pro Woche ist am Markt auch nicht unüblich, vor allem bei Selbständigen wenn die von weit herkommen. Da scheißen die meisten Behörden drauf. Und dann wundern die sich wenn nicht die Hammerprofis für einen scheiß Stundenlohn nicht darum schlagen. Voll die Katastrophe!!! Völlig unattraktiv und unplanbar. Wer sich das einmal angetan hat macht das nicht so schnell ein zweites Mal.
Habe mal eine "grobe" Kalkulation erstellt was bei den ach so unmöglichen Honoraren so rauskommt wenn man von das tut was man so normal tut als selbständiger und ein Mindestmaß an sozialer Vorsorge trifft damit die Sozis nicht jammern, dass man Sozialschmarotzer ist. Glaube ich und meiner Millionärskollegen kaufen uns bald alle Inseln in Dubai: https://drive.google.com/file/d/1rVWSSX0WWNTDvKbj_BT9q6uJCNfNFWd2/view?usp=sharing
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