Schaue gerade Anne Will,
und staune wieder über die Fakten zu den Selbständigen. Hier wird von den Selbständigen gesprochen und das ist wieder so ein Populismusbegriff. Ihr könnt mal ziemlich sicher sein dass diese "neuen" IT-Selbständigen zum allergrößten Teil vorsorgen mit ihren Stundensätzen von 40 - 120 Euro. Genauso wie Ärzte und Rechtsanwälte und Architekten. Das sind nämlich ähnliche Gehaltsklassen und auch ähnliche Berufe. Die geben auch mal für ne Oracle-Schulung 4000 Euro pro Woche aus. Glaubt mal die machen auch was für die Rente.
Aber wenn der Staat so gerecht sein will. Warum macht er dann keine Gesetze gegen den Mißbrauch von Selbständigkeit? Kam vor einigen Tagen ein schöner Bericht im Fernsehn über Polen, die als Subunternehmer Pakete zustellen und im Auto wohnen und igenwie 5 Euro bekommen. Das gleiche mit Fernfahrern LKW. Warum führt er da nicht sowas wie einen Mindestlohn ein für diese Selbständigen ein oder verdonnert die Auftraggeber zur Zahlung von RV-Beträgen wenn der Stundensatz zu niedrig ist?
Aber es gibt natürlich auch Selbständige und das auch viele die gerade so über die Runden kommen und selbständig sind weil sie nichts finden oder in dem Beruf nicht mehr arbeiten können oder einfach zu alt sind. Dabei denke ich an den kleinen Kaffeladen in dem Wagen an der Ecke, wo die nette Dame seit 10 Jahren von Mo - So Kaffe und Sandwiches verkauft. Oder den Hot-Dog-Verkäufer oder den im Bewachungsgewerbe der Brutto für 8,50 Euro an der Tür steht und dazu noch jeden Tag zwei Stunden mit dem Zug fährt zum Laden wo er das macht, meist jeden Tag woanders, oder die kleine Döner-Bude oder wie gesagt die Paketfahrer. Ich bin mir sicher dass das die 17% mit dem Armutsrisiko sind. Als ob die auf großem Fuß leben und nicht in die RV einzahlen weil die alles für Koks und Nutten durchjagen.
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